Apr 19, 2017

Warum Inertgasbrandschutz Sicher Für Menschen Ist

Verständnis der Auswirkungen der Exposition durch Inertgase nach einer Löschanlagenentladung
Warum Inertgasbrandschutz Sicher Für Menschen Ist

Wenn Sie Brandschutzsysteme bewerten, ist es hilfreich, zu überlegen, wie sich die Exposition durch ein Löschmittel auf Menschen auswirkt. Im Fall eines Feuers ist es lebenswichtig, dass die Menschen den Brandbereich unverzüglich evakuieren. Es ist jedoch möglich, dass einige Leute nicht in der Lage sind, den Raum zu verlassen und kleinen Mengen eines Löschmittels ausgesetzt werden können. Aus diesem Grund muss ein Systemdesigner die Auswirkungen von bestimmten Mitteln auf die Menschen verstehen. In diesem Blog erfahren Sie, was mit Menschen geschieht, wenn ein Feuer in einem geschlossenen Raum ausbricht, der mit einer Inertgaslöschanlage ausgestattet ist.

Was passiert, wenn ein Feuer ausbricht?
Die Menschen werden durch visuelle Erkennung, Rauchgeruch und/oder einen akustischen Alarm auf das Feuer aufmerksam. Gleichzeitig erkennt das Brandschutzsystem das Feuer und löst elektronisch die Freigabe von Inertgas aus. Sobald die Menschen den Bereich verlassen, strömt das Inertgas durch die Löschschläuche zu Anschlussstücken, dann durch Rohrleitungen zu Düsen, von wo es dann in den Raum strömt und das Feuer innerhalb von 60 oder 90 Sekunden nach der ursprünglichen Branderkennung löscht.

Was sind Inertgase?
Inertgase sind ein natürlicher Bestandteil der Luft, die wir atmen. Die normale Luft in unsere Umwelt enthält ungefähr 20.9 % Sauerstoff, während der Rest der Luft aus Inertgasen besteht: Stickstoff (78 %) und Spuren von Argon, Kohlendioxid, Neon und Helium. * Ein Brandbekämpfungsmittel mit Inertgas könnte aus 100 % Stickstoff, 100 % Argon oder einer Kombination dieser zwei Gase bestehen.

Was passiert, wenn Menschen ein Inertgaslöschmittel einatmen?
Während die Menschen – die dabei sind, einen Raum zu evakuieren – durch Verbrennungsgiftstoffe bedroht sind, sind Sie nicht durch Inertgaslöschmittel gefährdet. Erstens sind Inertgasmischungen nicht-reaktiv. Wenn das Mittel mit dem Feuer selbst interagiert, bilden sich keine potenziell toxischen Nebenprodukte. Inertgase sind keine Mutagene (DNS-verändernd), keine Teratogene (die sich auf Embryonen auswirken) und keine Karzinogene (Krebs erregend) und sie wirken sich auch nicht auf das zentrale Nervensystem aus.

Zweitens gibt es Beweise dafür, dass die frühe Freigabe von Inertgas die Aussichten für das menschliche Überleben tatsächlich verbessert, und ohne Nachwirkungen bleibt, wenn der Mensch den durch die Verbrennung frei gegebenen Toxinen (Rauch, CO, N2O) ausgesetzt ist. Sie sind mit sogar sicherer als ohne die Anwesenheit der Inertgase, die in der Plankonzentration eingesetzt werden, um einen Brand zu löschen.

Folglich gibt es keine toxikologische Basis für eine Verzögerung der Flutung und Inertgassysteme können sofort aktiviert werden, selbst wenn sich Menschen im Raum befinden.

Wirkt sich eine Inertgasfreigabe durch den Sauerstoffmangel negativ auf die Gesundheit der Menschen aus?
Brandbekämpfung mit Inertgas funktioniert durch Verdrängung von Sauerstoff, da ein Feuer nicht brennen kann, wenn der Sauerstoffgehalt unter 15 % sinkt. Systeminstallateure messen den Bereich der geschützten Zone, um das richtige Inertgasvolumen zu berechnen, das benötigt wird, um Sauerstoff auf ein Niveau von über 12.5 % zu verdrängen. An diesem Punkt kann die Verbrennung nicht aufrechterhalten werden, wodurch das Feuer schnell und effektiv gelöscht wird. Nachdem das System den Raum geflutet hat, erlischt ein Feuer in der Regel innerhalb von 60 Sekunden.

In der Natur liegt der Standardsauerstoffgehalt bei 20.9 %. Um die normalen Funktionen aufrechtzuerhalten, liegt der optimale Atmungsbereich zwischen 19.5 % und 23.5 %. Da Sauerstoff während der Inertgasfreigabe verdrängt wird, kann sich das für den Menschen wie bei einer leichten Anstrengung – inklusive Kurzatmigkeit – anfühlen, wenn der Sauerstoffgehalt 15 % erreicht. Bei einem Sauerstoffgehalt von 12.5 % erhöhen sich Atmung und Puls und einige Menschen sind in der Koordination beeinträchtigt. In bestimmten Fällen können Kopfschmerzen auftreten, die weder stark oder dauerhaft sind. Die Kopfschmerzen entstehen durch eine Erweiterung der Hirngefäße, einem wünschenswerten physiologischen Mechanismus zur Anpassung an Hypoxie. ***

Zusammenfassend beeinträchtigen die erlebten Empfindungen, wenn der Sauerstoffgehalt auf 12.5 % sinkt, nicht die Fähigkeit einer Person, einen Brandbereich sicher zu verlassen. Es ist wie das Atmen bei einem Spaziergang in den Bergen. Und selbst, wenn eine Person unter einer leichten Atemnot und vorübergehenden Unannehmlichkeiten leiden kann, gibt es für Menschen bei normaler Gesundheit keine Folgeprobleme, die durch die Exposition durch eine Atmosphäre mit 12.5 % Sauerstoff verursacht wird.  ***

Die Inertgaslöschanlage bietet Menschen höchste Sicherheit
Ganz natürlich und für eine schnelle Brandbekämpfung bewährt, bieten Inertgaslöschanlagen das höchste Maß an Sicherheit für den Menschen. Rotarex Firetec hat vor Kurzem INEREX® eingeführt, ein Satz von Komponenten für eine Inertgas-Feuerlöschanlage, der, sofern gemäß geprüfter Grenzwerte, UL 2127-Standards und in NFPA 2001 aufgeführten Spezifikationen konfiguriert, eine vollständig UL-zertifizierte Inertgaslöschanlage bildet. Wenn Sie mehr über dieses fortschrittliche, für Menschen sichere System erfahren möchten, dann kontaktieren Sie bitte einen Rotarex-Firetec-Fachmann

* http://sciencing.com/minimum-oxygen-concentration-human-breathing-15546.html
** http://www.geo.hunter.cuny.edu/tbw/wc.notes/1.atmosphere/oxygen_and_human_requirements.htm
*** Eine Person mit Koronar-, Kreislauf-, Lungen- oder anderen Beschwerden kann Symptome dieser Erkrankungen aufweisen, die seine Fähigkeit beeinträchtigen, den Brandbereich zu verlassen, und/oder Folgeschäden für die Gesundheit verursachen könnten.
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Paul Delecourt
Paul Delecourt
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