Automatische Brandunterdrückungssysteme zum Motorschutz

Ist UNECE R107 wirklich rechtlich bindend?

Ab Anfang Juli müssen Bushersteller ein automatisches Brandunterdrückungssystem zum Schutz des Motorraums von neuen Bussen und Reisebussen der Klasse III einbauen...Aber was passiert, wenn sie es nicht tun? 

Sie verfügen über ein UNECE R107-zugelassenes Brandunterdrückungssystem – aber was, wenn es für OEMs sinnvoll ist, bessere Lösungen für zukünftige Fahrzeuge zu übernehmen?

Sind Sie bereit für R107?

Die Vorschrift Nr. 107 der UNECE (Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen) tritt sehr bald in Kraft. Daher müssen die Hersteller von Bussen und Reisebussen der Klasse III innerhalb der 37 Unterzeichnerstaaten kurzfristig sicherstellen, dass jedes neue Fahrzeug über ein zugelassenes automatisches Brandunterdrückungssystem zum Schutz des Motorraums verfügt.

Aber was passiert, wenn sie es nicht tun?

Was sind die Strafen für die Nichteinhaltung? Macht es nicht mehr Sinn, wenn die Hersteller bessere Lösungen für zukünftige Fahrzeuge übernehmen? Fangen wir bei den Grundlagen an, um Antworten zu finden.

Gefahr vorhanden

Es wird geschätzt, dass heutzutage bis zu 1 % aller in Betrieb befindlichen Busse weltweit pro Jahr in einen Vorfall mit Rauch oder Feuer verwickelt sind. Das dürften zwischen 350 und 400 Busbrände jährlich sein. Zwei Drittel dieser Brände starten im Motorraum und können die Passagiere erheblich gefährden.

UNECE R107 wurde entwickelt, um dies zu ändern. Vom Binnenverkehrsausschuss der UNECE erarbeitet, ordnet die R107 an, dass ab Juli 2018 alle neuen Fahrzeuge der Klasse III über ein Brandschutzsystem verfügen müssen, das in der Lage ist, Brände im Motorraum automatisch zu erkennen und zu bekämpfen. Nur so kann man die Typgenehmigung erhalten, die erforderlich ist, um das Fahrzeug in den Unterzeichnerstaaten zu verkaufen.

So weit so gut. Es bleiben jedoch noch Fragen:

Ist die R107 nun rechtlich vorgeschrieben?

Ja, zumindest als Bestandteil der internationalen Handelsabkommen für alle der 37 Unterzeichnerstaaten der Vorschrift (bzw. „Vertragsparteien“).

Im Allgemeinen stellen die UN-Vorschriften, wie die R107, einen rechtlichen Rahmen dar, durch den sich die Vertragsparteien auf einen gemeinsamen Satz technischer Vorschriften und Protokolle zur Typgenehmigung bzw. auf die Konformitätserklärungen geeinigt haben. Fahrzeuge müssen der R107 entsprechen, um in diesen Ländern verkauft werden zu dürfen.

Der Juli 2018 wurde von den Unterzeichnern festgelegt und gilt für bestimmte Fahrzeuge der Klasse III, die ausschließlich für die Beförderung von mindestens 22 Passagieren mit Sitzplatz zuzüglich Fahrer hergestellt werden. Alle neuen Fahrzeugtypen und Fahrzeuge innerhalb dieser Kategorien müssen die Vorschrift bis Juli 2019 erfüllen. Die Übergangszeiträume für Fahrzeuge der Klassen I und II gehen von September 2020 bis September 2021.

Besteht eine Möglichkeit, R107 zu umgehen?

Nicht innerhalb der Unterzeichnerstaaten, wo neue Busse ein Zeichen zur Typgenehmigung deutlich sichtbar aufweisen müssen, das die Einhaltung der anwendbaren Vorschriften, einschließlich R107, bestätigt. Zudem muss es den für die Typgenehmigung verantwortlichen Behörden gestattet sein, die UNECE-Zertifizierung für die Brandunterdrückungssysteme jederzeit zu überprüfen. Darüber hinaus finden alle zwei Jahre Konformitätskontrollen an den Produktionseinrichtungen statt.

Welche Strafe steht auf einen Verstoß?

Das Verbot, Neufahrzeuge innerhalb der Unterzeichnerstaaten zu verkaufen, die der R107 unterliegen. Es sei auch darauf hingewiesen, dass, wenngleich alle Unterzeichnerstaaten R107 als Grundlage verwenden, einige ggf. strengere Standards anwenden, die über die Einhaltung der R107 hinausgehen.

Wenn jedoch ein Unterzeichnerstaat eine Typgenehmigung gewährt, sind die anderen Unterzeichnerstaaten verpflichtet, dieses Fahrzeug für die Einfuhr, den Verkauf und die Verwendung als legal anzuerkennen.

Kann jedes Brandunterdrückungssystem verwendet werden?

Nein. R107 erfordert die Verwendung eines automatischen Brandunterdrückungssystems, das nach strengen Testprotokollen zugelassen wurde, die von der bestehenden SP Methode 4912 übernommen und vom Forschungsinstitut in Schweden (RISE) entwickelt wurden. Dies umfasst rigorose Prüfungen unter sehr harten Bedingungen.

Aber auch so sind nicht alle R107-kompatiblen Brandunterdrückungssysteme gleich gestaltet. Bushersteller, die noch nicht über eine Lösung verfügen oder die aktuelle Lösung austauschen möchten, werden sich vermutlich für hochentwickelte Brandunterdrückungstechnologien entscheiden, die schnell, effektiv, preisgünstig und einfach einzubauen sind.

Nehmen wir z. B. das automatische Brandunterdrückungssystem Rotarex Firetec Compact Line zum Schutz von Busmotoren – das kleinste, kompakteste automatisierte System, das die UNECE R107-Zulassung erhalten hat. Dieses System ist in der Lage, einen Motorraum von 4 m3 mit nur 4 Liter Löschmittel zu schützen.

Während einige andere Systeme den Einbau von zwei separaten Flaschen erfordern, kombiniert die Compact Line die Druckkammer und das Löschmittel in einem einzigen, ultrakompakten Formfaktor für einen schnellen und einfachen Einbau. Mit 4-, 7- und 12-Liter-Systemen passt sich die Compact Line an Fahrzeugmotoren jeder Größe an.

Darüber hinaus verwendet die Compact Line – statt einer schnellen explosionsartigen Entladung – einen eingebauten Regler, der das Löschmittel in einer nachhaltigen Weise abgibt, um den Motorblock schnell und effizient für eine unbestimmte Zeit zu kühlen. Somit wird es den Passagieren ermöglicht, sicher auszusteigen und die Schäden am Fahrzeug werden minimiert. Bei vielen anderen Lösungen sind es nicht einmal 60 Sekunden bis zur Wiederzündung.

Was kommt als Nächstes?

Sie haben nun einen groben Überblick erhalten. Jetzt liegt es an Ihnen, sich rechtlich zu diesen und anderen Fragen beraten zu lassen, die Sie ggf. zu R107 haben.

Und nicht vergessen: Während die erste Frist zur Einhaltung bald schon hinter uns liegt, sind die Fristen für die Klassen I und II näher als es Ihnen vielleicht jetzt erscheint. Mit seiner kompakten Größe und den einzigartigen Fähigkeiten kann das FireDETEC eine hervorragende Ergänzung für Ihre jetzigen und zukünftigen Fahrzeuge sein.

Wenn Sie mehr über die automatischen Brandunterdrückungssysteme Rotarex Firetec für den Brandschutz von Busmotoren erfahren möchten, schauen Sie sich die spezielle Videopräsentation an und laden hier eine KOSTENLOSE Broschüre herunter.


Firetec Innovation.
BAHNBRECHENDE LÖSCHPRODUKTE SEIT MEHR ALS 80 JAHREN.

Unser erstes Löschmittelflaschenventil erblickte im Jahre 1935 das Licht der Welt. Seitdem haben wir kontinuierlich und unermüdlich an der Erfindung, Gestaltung, Prototypenentwicklung und Herstellung innovativer Brandschutzprodukte gearbeitet, mit denen sich die Herausforderungen der Branche meistern und Menschen zuverlässiger vor Bränden schützen lassen. Dieses unablässige Bestreben nach Innovationen für Brandschutzsysteme hat uns zum Weltmarktführer im Bereich der Löschmittelflaschenventile gemacht. Mittlerweile können wir dank unserer reaktionsschnellen Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur fortgeschrittene Brandschutzsysteme und Löschsystemkomponenten entwickeln, welche die Brandsicherheit steigern und eine positive Rendite mit sich bringen.

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Videos

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Über ROTAREX

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Rotarex, die Muttergesellschaft von Firetec, entwickelt innovative Gasregelungsprodukte wie die Firetec Gesamtflutungsbrandschutzsysteme und die automatischen FireDETEC Löschanlagen.

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